Grauer, öder Nachmittag; ich schenke mir etwas Listerine ins Glas und mische es mit Weinbrand. Der erste Schluck weckt meine Lebensgeister,
ich bin wieder obenauf, bereit für einen weiteren Schluck.
Ein Blick auf die Uhr verrät mir, daß es Zeit wird meine Lieblingsplatte aufzulegen.
„Genau richtig“, denke ich beim dritten Schluck
aus dem Kristallglas. Ich stehe am Fenster und beobachte wie ein Schausteller einen Hund traktiert. Noch bin ich unentschlossen auf wessen Seite ich sein soll, der Hund, einerseits, hat ein fieses Maul und sieht auch sehr dreckig aus, andererseits mag ich das Verschlagene in den Augen des Schaustellers nicht. Ich werfe schnell eine Münze um ein Urteil fällen zu können, wer von den Beiden eine Tracht Prügel mehr verdient hat.
Kopf - Schausteller; Zahl - Köter;
Die Münze wirbelt durch die Luft, da bemerke ich,
daß der Schausteller zu meinem Fenster hochblickt.
Die Münze landet auf dem Boden, rollt davon, ich jage ihr hinterher.
Zahl! Verdammter Köter, der gute Mann
hat Recht wenn er ihn verprügelt.
Ich stehe auf, schau runter, der Hund ist noch da, pisst gegen die Hauswand,
doch wo ist der Mensch?
Ich höre Schritte im Treppenhaus, das muss dieser elendige Schausteller sein,
„sicher will er Geld“ schiesst es mir durch den Kopf.
Schnell ab ins Bett und so tun als würde ich schlafen. Elender Halunke…

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