Archiv nach Monaten: Oktober 2008

Decapitated Heads, 888, and The Serpent of the Crossing

NUDE GIRL GOES POSTAL 3

Mein Mobiltelefon klingelte, naja, eigentlich war ich es, der anrief. Etwas müde meldete sich eine Verflossene. Sie zeigte keinerlei Taktgefühl und fragte mich direkt, ob ich betrunken sei. Ich verneinte. Zu behaupten, ich sei nur müde von der vielen Arbeit hielt ich für angemessener, um sie zurückzugewinnen. Sie wehrte meine, unwiderstehlich ins Telefon gelallten, Versuche, sie von einem besseren Leben mit mir, zu überzeugen, geschickt ab und riet mir ich solle besser ins Bett gehen, da ich genug hätte. Wütend legte ich auf und wollte mir schon die nächste Fuhre bestellen, als ich eine Hand auf meiner Schulter bemerkte. Es war der Froschmann.

„Junge, Junge, bin ich froh, daß ich nie so ein Verlierer war wie du. Besoffen irgendne Alte anrufen. Pah! So nem Typen wie dir muss man noch helfen, daß er sich endlich ins Grab säuft. Zwei Bier, für mich und den Waschlappen!“

Widerwillig nahm ich das spendierte Bier an. Der Froschmann suchte nach jemandem, auf dessen Kosten er Witze machen konnte. Sofern dabei Bier und Schnaps für mich herausspringen sollte, wollte ich gern derjenige sein.

So verstrich der Rest des Abends. Der Froschmann dachte sich immer aberwitzigere Beleidigungen für mich aus, während ich mir die Suppe in den Hals leerte. Irgendwann war er von alldem Beleidigen udn Demütigen völlig erschöpft und er schlief im Sitzen ein.

Ich stand auf, nahm seine Brieftasche aus seinem Jackett. Draussen, auf der Straße, hatte ich schon bald einen schönen, großen Haufen Scheiße gefunden. Den bugsierte ich, vorsichtig, in den Geldbeutel meines edlen Spenders. Danach beförderte ich das Überraschungspaket zurück in das Jackett des Froschmanns.

Auf dem Weg nach Hause war der Schmerz des Tages vergessen und mit einem Lied auf den Lippen schlenderte ich durch die Gassen.

Ich witterte Morgenluft. Als ich nochmal nachroch, stellte ich fest, daß der Gestank unter mir aus den Gedärmen der Stadt kam.

„He, du Penner“, hörte ich es hinter mir, „runter von der Straße oder muss ich dich überfahren?!“. Ich drehte mich in Richtung des Geschreis, völlig überrascht nicht alleine zu sein. Ein Mann, der aussah wie ein Frosch, streckte seinen Mostkopf aus dem Fenster seiner Karosse. Es war mir zu egal um zu antworten, und so machte ich Platz. Ich stolperte, weil ich besonders gelangweilt aussehen wollte, und landete auf dem Bürgersteig, direkt in einem See aus Kotze.

Der Tiefpunkt des späten Nachmittags war erreicht.

Mit der Gewißheit, daß die nächsten 5 Minuten nur besser werden konnten, betrat ich die Bar. Ich bestellte mir ein großes Pils, bevor ich mich beim Versuch, auf der Toilette meine Hose, mit Wasser, von der Kotzbrühe zu befreien, endgültig zum Depp machte. Das Bier machte mich nicht viel glücklicher, deshalb trank ich noch etwas Schnaps.

Großartiger Typ.

„I hate to advocate drugs, alcohol, violence, or insanity to anyone, but they’ve always worked for me.“

Das Feiern der Einheit war hart und unerbittlich. Ich habe so gut es ging das freudige Ereignis begossen. Leider fühle ich mich nur krank und muss den Rest des Tages pingpongspielend im Bett verbringen.

Ich im Bett

Ich im Bett