Archiv nach Monaten: November 2008

Ich habe keine Lust auf Trinken, aber man muss ja.
Während andere die Lust am Leben besingen, nehme ich Sauerstoff aus Gläsern zu mir. Ich finde mich am Anfang nicht zu Recht, doch der Klare hilft beim Verstehen. Haltlose Versprechen, fiebrige Hände alter Männer auf den Hüften junger Mädchen – „ich will nur mal kurz durch“.
Doch die Verwandlung dauert dieses Mal zu lange. Bis ich mir endlich etwas Verstand angetrunken habe, ist es auch schon wieder vorbei mit dem, unendlich scheinenden, Vorrat an Getränken. Doch anderswo gibt es immer was.
Rein ins Taxi, raus aus dem Taxi.
Neue Lokalität, die gleichen Lieder.
Man belehrt mich darüber wie unverschämt es ist, eigene Getränke in Getränkeerlebnishäuser mitzuschleppen. Ich höre nur mit einem Ohr hin, mit dem anderen betrachte ich ihre Auslage.
„Kurz mal auf den Klo“. Beim Verlassen des Klos passiert mir der nächste Fehler. Direkt in die Besenkammer maschiert. Kurz ist es mir peinlich, dann genieße ich für einige Momente die Dunkelheit.
Stimmen vor der Türe!
Ich lache innerlich bei dem Gedanken einfach rauszuspazieren. Ich tue es.
„Unverschämtheit“, kreischt es. Man befördert meinen Hintern, nicht ohne Gegenwehr, aus der Bar.
„Ist doch alles nur ein Missverständnis.“, versuche ich zu erklären.
Keine Chance, auch hier gilt, wer einmal vor meine Nase kackt, sollte das besser nicht ein zweites Mal tun, sonst knallt’s.
Doch die schlechte wirtschaftliche Lage macht sich bezahlt für mich. Der Wirt nimmt mich wieder auf, unter der Bedingung, daß ich mich anständig verhalte.
Klaro Chef!

Dass der liebe HugoMontenegro nicht alle Waffeln im Büffett gerade stehen hat, wird den Leser nicht überraschen. Doch diese Woche, am Mittwoch um genau zu sein, hab ich diese Einschätzung nochmal schriftlich von eine/r/m, mir unbekannten, Verehrer/in bestätigt bekommen:
verrueckt

Hoffentlich war’s ne Niederländerin

Der Statiker und ich trafen uns, um einige Gläser zu leeren und die aktuelle Lage zu besprechen.
Sie war mittelprächtig.
Hübsche, blonde Damen schwebten durch die Gegend. Mein linkes Auge wurde etwas trübe, beim Versuch all den herrlichen, kleinen Geschöpfen nachzuschauen. Der Statiker hatte meinen nervösen Blick bemerkt und schlug vor die Örtlichkeit zu wechseln, damit ich mich wieder beruhigen könne.
In der Kellerbar angekommen, wartete schon ein weiterer Spießgeselle auf uns, der nach einer Einführung in die Problematik auch sofort die Lösung parat hatte: Schnaps.
Kopf nach hinten und runter damit. Um den Würgereiz zu unterdrücken, schlug ich mit meiner Faust gegen die Wand. Es funktionierte.
Am nächsten Mittag war ich noch immer im Spinnennetz des Suffs gefangen. Meine Hand schmerzte. Ich bemerkte eine kleine Beule zwischen meinen Fingerknöcheln.
Die Schnapsspinne hatte ihre Eier gelegt.

und so ist auch HugoMontenegro
gottistgut
hugolove

Affen, man muss sie einfach lieben.