Archiv nach Monaten: August 2009

Gedanken über und zur Zukunft

Bevor ich die Raumfähre besteige um Wein mit mutierten, russischen Weltraumaffen zu trinken, lasse ich noch dieses hervorragende Stück Musik hier.

Labore

Labore

Der Zug fuhr bereits 15 Minuten, 15 Minuten noch bis zur Ankunft. Ich las weiter in der Zeitung irgendwelche Artikel, deren Inhalt ich sofort wieder vergaß. Meine Augen rasten über das Papier. Dann die Ansage meiner Haltestelle. Ich beeilte mich noch den Artikel, den ich gerade begonnen hatte, fertig zu lesen, bevor ich die Bahn verlassen musste. Ich schaffte es, ließ dann die Zeitung in meinem Abteil zurück und humpelte auf den Bahnsteig.
Die Operation am Fuß, sie war noch zu frisch, als daß ich mich bereits an die Einschränkung meiner Bewegungsfreiheit gewöhnt hätte. Schwankend und humpelnd kämpfte ich mich aus dem Bahnhofsgebäude. Ein Blick auf die Uhr trieb mir den Schweiß auf die Stirn. Um rechtzeitig am Treffpunkt zu sein hatte ich nur noch 15 Minuten, zu Fuß. Schwitzend, langsam und unter Schmerzen setzte ich meinen Weg fort. Jeder einzelne Schritt prägte sich mir schmerzhaft ein. Ich lief und lief, mein Ziel immer noch unerreichbar fern. Mein Neid auf die Geschwindigkeit der anderen Fußgänger wuchs. Vor lauter Ärger wäre ich fast am Treffpunkt vorbeigelaufen. Niemand auf dem Parkplatz, wo ich abgeholt werden sollte. Nur parkende Fahrzeuge ohne Insassen. Mein Ärger wuchs. Kein Schatten, ich stand unter der Sonne und brütete finster vor mich hin. Mein Fuß schmerzte. Gedanken an schlechte Wundheilung, durch Überbelastung, machten sich in meinem Kopf breit. Die Hitze zerkochte auch noch den letzten Funken Verstand in meiner Birne.
Ein Blick auf die Uhr: noch keine 3 Minuten rum. Hatte ich etwas falsch verstanden? Meine Augen suchten die Gegend ab. Ich erwartete einen schwarzen Wagen, obwohl man mir keine Informationen bezüglich der Farbe oder des Typs hatte zukommen lassen. Nein ich war pünktlich, da war nichts falsch zu verstehen. Ich schaute wieder auf die Uhr; ich beschloss in zehn Minuten zu verschwinden. Autos fuhren auf den Parkplatz, meine Hoffnung wuchs. Und wurde wieder zerschlagen, sobald die Fahrzeuge nah genug waren, daß ich den Fahrer erkennen konnte. Bei jedem schwarzen Auto, das auch nur in die Nähe des Parkplatzes kam, wurde neue Hoffnung wach.
Ich versuchte mich zu beruhigen;“schwarz ist keine ungewöhnliche Farbe für einen Wagen, der richtige wird schon noch kommen“.
Tauben drehten ihre Runden. Sie pickten schnell auf dem Boden, gingen einige Schritte, hoben wieder ab, auf der Suche nach mehr.
Aus einem Gebäude gegenüber des Parkplatzes kam eine Frau in grünen Hosen und einem gelben Stofflappen, den sie trug um ihre Schweinskopfgroßen Brüste zu verdecken. Es half nicht viel.
Sie schien direkt auf mich zu zukommen.
-Vielleicht eine Kontaktperson? Würde sie mir mitteilen, daß es zu Komplikationen gekommen war und sich das Eintreffen des Wagens verzögere?-
Sie kam näher, dann stieg sie in ein rotes Cabrio und rauschte davon.
Ich blickte ihr hinterher, bis ihr Fahrzeug hinter einem Gebäude verschwand.
Zornig blickte ich in die Sonne. Mein Hemd war inzwischen ein feuchter Lumpen. Plötzlich stand ein Mann vor mir. Er hatte keine Zähne mehr, jedenfalls keine aus Knochen. Stattdessen hatte er Metallstifte im Zahnfleisch stecken. Sein Anblick war schrecklich und faszinierend zugleich. Mit einem freundlichen Grinsen, das mir einen ausführlichen Blick auf seine Beißvorrichtung ermöglichte, begrüßte er mich. Der Beißer stellte sich mit Schwarzberg vor. Er sei der Mann. Ich stellte mich unwissend. Schwarzberg deutete auf ein nahes Gebüsch. Von dort aus habe er mich die ganze Zeit bereits beobachtet. Er wisse Bescheid warum ich hier warte. Immer noch mißtrauisch, fragte ich ihn ob er Informationen hätte, warum der Wagen noch nicht eingetroffen sei. Er packte mich bei meinem linken Arm, blickte mir ins Gesicht. Ob ich eine Ahnung hätte worauf ich mich einlassen würde? Einmal in den Wagen gestiegen gebe es kein Zurück mehr. „Ich warne sie: die sehen alles! Jede ihrer Bewegungen wird beobachtet. Alles was sie sagen wird aufgezeichnet. Das merken sie gar nicht. Und am Ende kriegt man ein radioaktives Mittel eingeflößt. Irgendwann werden sie krank, dann sind sie weg, da kann ihnen kein Arzt helfen!“
Er drückte meinen Arm, daß es schmerzte.
Ich schrie:“Lassen sie mich los! Ich warte hier doch nur auf meine Mitfahrgelegenheit.“ Mit einem Ruck kam ich aus seinen Hummerscheren frei, ich rannte unter größten Schmerzen davon. Zurück nach Hause. Ich verschloß die Tür, legte mich ins Bett und trank.

Tracklist

1. Sauveur Mallia – Blue Lazer // Automation // Tele Music (TM 3078)

2. Unit Black Flight – No Turning Back (Legowelt Remix) // Where is Carlos ? // Strange Life
Records // SLR 010

3. Heinrich Dressel – Fohat Digs Holes in the Amphora // Mons Testaceum // Strange Life Records // SLR 013

von: Marco Tulio Thrash News Wire

Ein weiteres Lebenszeichen von Dr. Schreck!

Dr. Schreck – Tränengas

Hier was für den Freitagabend, am Besten mit kühlem Bier genießen.
Kann auch runtergeladen werden, beachtet den nach-unten-zeigenden Pfeil rechts am Spieler.