Im Zug traf ich einen ehemaligen Arbeitskollegen. Ich war bereits schlecht gelaunt, denn ich hatte einen Pickel am Penis. Die Nacht zuvor hatte ich wieder einmal bemerkt, daß mich zwar viele kennen aber nur die wenigstens leiden können. Die Aussicht diesem Typen für mindestens 20 Minuten gegenüberszusitzen machte mich nicht glücklicher. Er, mit seinem ständigen Lachen in der Fratze, Sportler, begrüßte mich: „Mensch Hugo, lange nicht mehr gesehen! Wie geht’s denn?“. Waren lustige Zeiten früher, dies und das, Lange-nicht-gesehen-Schwachsinn. Als wir an unserer Station ankamen zog er ein buntes Blatt aus seiner Umhängetasche, und hielt es mir unter die Nase. Einer dieser Rabattscheine, mit denen man unglaublich viel spart. „Wie wär’s, wir gehen noch was Essen.“. Ich war nicht im Stande nein zu sagen.

Vor dem Bahnhof: Menschen blasen Rauch in die Luft. Drinnen, die üblichen Schuppen: Bierkneipe, Bäcker, Schnellrestaurant.

Wir gehen in das Schnellrestaurant, er faselt mir die Ohren voll, was ich inzwischen machen würde, „immer noch im Büro“, jaja immer dasselbe. An der Kasse angekommen entscheide ich mich für eine der Abscheulichkeiten, die die Kette als Essen an Menschen verkauft. Ich ahne die Magenschmerzen, aber für so billig kriegt man sonst ja nichts. Ich will zum Mitnehmen bestellen, er unterbricht mich, „Nein, nein laß uns hier essen.“ Meine Hände schweißnaß. Ich überlege fieberhaft was ich mit ihm reden könnte. Nur schnell das Essen herunterschlingen, dann verschwinden, „der Bus kommt“ oder eine andere Ausrede.
Wir setzen uns. Eilige packe ich mein Essen aus. Er: „HAHAHA, nicht so schnell, wir haben doch Zeit.“. Ich zwinge mein Gesicht zu lächeln, beiße in das Produkt meiner Wa(h)l. Er redet von Finanzkrise, ich: keine Ahnung wovon er spricht. Er lacht, hält es für einen Witz. Ich wische mir den Mund ab. Meine Finger stinken. Ich schlinge, gleichzeitig nehme ich große Züge von der Zuckerbrause um meinen Durst zu stillen. Außerdem muß ich dann der Höflichkeit halber nichts sagen. Jugendliche spielen ihre Handymusik ab, die mit dem Piepsen der Kassen eine wundervolle Melodie des Terrors, in meinen Ohren, ergibt. Endlich fertig. Eilig stehe ich auf, eine der üblichen Entschuldigungen, bis bald, wir sehen uns (bestimmt nicht wenn ich es vermeiden kann). Ich werfe meine Verpackungsreste weg. -Am schönsten ist dieses Zeug immer noch im Abfall- Inzwischen beginnt es in meinem Magen zu reagieren. Mein Bauch macht Geräusche wie wenn er jeden Moment zerreißen könnte. So fühlt er sich auch an. Ich renne, weiß nämlich genau was bald passieren wird. Zu Hause haste ich auf die Toilette.
Explosiver Durchfall…

4 Kommentare

  1. que histoire, que comique!

    une rendezvous, avec le monsieur schmidt ?! hein

    • Haha, der war es nicht, hätte es aber auch sein können.

  2. Diese, na ja ich sage mal, story, ich sage mal, geschichte ist sehr, ich spreche mal deutlich, gut. Ich möchte, wenn ich es so ausdrücken darf, darauf hinweisen, wenn man so will, das du nicht allein mit solchen, wie man so schön sagt, ARSCHGEIGEN, auf der Welt bist.

  3. p.s. Sportler/Gutschein/Laberrababer/Was machst du jetzt so Wixern


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