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Archiv für den Monat September 2011
François Beranger – Dis moi oui
- September 23, 2011 – 8:41 vormittags
- Veröffentlicht in Diesunddas
- Getaggt mit François Beranger, François Beranger Dis moi oui
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August
- September 10, 2011 – 9:04 vormittags
- Veröffentlicht in Suff
- Getaggt mit Bar, Chivalry, Flucht, Kein Comeback, khon Diau, Ritterlichkeit, Schlägerei, trinken
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Vorwort:
Seit Wochen wurde im Büro über den Aufenthaltsort von Hugo M. gerätselt. Jetzt das erste Dokument seit seiner Flucht (mehr dazu an anderer Stelle).
August
Hinter meinem Rücken Geschrei. Kurz davor wäre ich fast über meinem Getränk eingeschlafen. Ich höre, spüre Handgreiflichkeiten. Die in der Luft schwebende Aggression lässt mich aus meinem Dämmerzustand erwachen. Beim Versuch mich dem Geschehenden zu entziehen falle ich hinterlings vom Stuhl. So gut und schnell es in meinem Zustand möglich ist komme ich wieder auf die Beine. Meine erste Tat: greife schützend nach der Flasche auf dem Tisch, nehme sie an mich, verstecke sie hinter meinem Rücken. Junge Kerle brüllen sich an, ein Mädchen versucht dazwischen zu gehen, wird weggestoßen. Kennt man alles. Mit Tränen in den Augen spukt einer der Jungen hasserfüllte Worte. Das Mädchen kommt zurück, schreiend, weinend springt sie auf einen Tisch. Sie stampft ohnmächtig mit dem Fuß auf die Glasplatte, schreit noch mehr. Ich verstehe nur einzelne Worte, aber auch ohne ist klar es geht um das Mädchen. Kennt man ja. Die ersten Schläge werden ausgetauscht, ich überrascht wegen der schnelle Eskalation. Die Treffer sind, auf Grund des Pegels aller Beteiligten, zu unpräzise um ernsthaft Schaden anzurichten. Kennt man auch. Dann das Geräusch zerspringenden Glases. Jemand beschließt die Situation zu beenden. Er geht mit dem Flaschenhals auf den Liebeskranken zu. Der kann ausweichen, wird nur leicht am Arm geschlitzt. Das Mädchen wirft sich zwischen die beiden. Ein heranrasendes Taxi bremst scharf vor der Bar. Zwei Männer springen heraus. Einer packt sich den Enttäuschten, der andere treibt das Mädchen und ihre Begleiter zurück. Die beiden Neuankömmlinge sprechen Machtwörter. Ruhe kehrt ein. Entschuldigungen, Verbeugungen fast bis zum Boden werden ausgetauscht. Der Gekränkte verlässt, immer noch mit Tränen in den Augen, die Bar. Ich bemerke meine Faust, die die Flasche ehern umschließt. Der Griff lockert sich langsam. Der Tunnelblick schwindet. Der vorbeirasende Stadtverkehr kehrt in meine Wahrnehmung zurück. Ein Einzelner, von Drogen hypnotisierter läuft langsam über die achtspurige Straße.
